Steigschutz-Systeme nach DIN EN 353-1 · über 10 m erforderlich

Steigschutz-Leiter für Steigleitern – normkonform über 10 m

Oberhalb von 10 m reicht Rückenschutz allein nicht mehr aus – dann ist eine Steigschutzeinrichtung erforderlich (DGUV Information 208-032). Schienen- oder Seilsystem – auch für Bestandsanlagen nachrüstbar.

Antwort in 24 h · Lieferzeit 15–25 Werktage

DIN EN 353-1 DGUV 208-032: über 10 m Steigschutzeinrichtung Nachrüstung jeder Marke DoC & Prüfbericht inklusive
Fertige Steigleiter-Segmente mit Rückenschutzbügeln, gestapelt im Werkslager
10 m

Oberhalb 10 m: Steigschutzeinrichtung (DGUV 208-032)

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Die Pflichtlage

Ab wann ist Steigschutz nötig?

Überschreitet die Steighöhe 10 m, ist nach DGUV Information 208-032 eine aufstiegsbegleitende Steigschutzeinrichtung erforderlich – keine bloße Ausrüstung mit PSA-Ganzkörpergurt. Ohne normkonformes System drohen bei Begehungen die Sperrung des Zugangs, Bußgelder und Stillstand der Anlage.

Unterhalb von 10 m genügt in der Regel ein Rückenschutz nach DGUV 208-032. Für neue Maschinen- und Anlagenzugänge sieht die DIN EN ISO 14122-4 bei hohen Aufstiegen ohnehin den Steigschutz als bevorzugte Lösung vor.

Über 10 m

Steigschutzeinrichtung erforderlich (DGUV Information 208-032) – Schiene oder Seil nach DIN EN 353-1 am Holm geführt.

Unter 10 m

Meist reicht der Rückenschutz. Grenzfälle klärt die Gefährdungsbeurteilung vor Ort. Mehr zu Rückenschutz.

Bestandsanlagen

Auch ältere Anlagen sind betroffen – wir rüsten sie normkonform nach, ohne Austausch der Leiter.

Vertiefung: Ab welcher Höhe ist eine Absturzsicherung nötig? · Normübersicht

Maschinenplattform mit Aufstiegsleiter und Geländer in der Produktion
Hochbau-Anwendung: Steigleiter deutlich über der 10-Meter-Pflichtgrenze.

Systemauswahl nach DIN EN 353-1

Schiene oder Seilsystem?

Beide Systeme sichern den Aufstieg am Körper des Aufsteigenden. Wir planen Führung, oberen und unteren Anschlagpunkt sowie die Wiederholprüfung mindestens jährlich mit – herstellerneutral passend zu Ihrer Leiter und Nutzungsfrequenz.

Aufstiegsleitung mit Rückenschutz in einem hellen Lichthof
Steigleiter mit Rückenschutz in Edelstahlausführung
Merkmal Fallschutzschiene Seilsystem (DIN EN 353-1)
Führungselement Starre Aluminium-/Stahlschiene, verschraubt am Holm Gespanntes Edelstahlseil zwischen Kopf- und Fußpunkt
Sicherheitsglied Gleitwagen mit integrierter Bremse, gelenkig am Gurt Höhensicherungsgerät mit umlaufender Bremsvorrichtung am Seil
Verlauf Geradlinig, umlenkbar mit Bogensegmenten Geradlinig, Richtungswechsel nur über Zwischenanker
Anschlusstechnik Fester Kopfverbinder + Bodenabschluss der Schiene Kopfkabelbefestigung mit Bodenspanner
Wiederkehrende Prüfung Funktionsprüfung Gleitwagen mindestens jährlich Gerät und Seilspannung mindestens jährlich prüfen
Typischer Einsatz Frequentierter Zugang, Silo, Turmbau, Werksanlagen Schlanke Lösung, besonders bei Nachrüstung im Bestand
Feuerverzinkte Steigleiter mit Rückenschutz an einer Wand
Bestandsleitern an einer Fassade (Beispiel)

Für Bestandsanlagen jeder Marke

Steigschutz nachrüsten – ohne Austausch der Leiter

Wir rüsten Bestands-Steigleitern beliebiger Hersteller mit Fallschutzschiene oder Seilsystem nach. Wir fertigen die Komponenten werkseitig und liefern inklusive Bohrplan – die Montage übernimmt Ihr Team, wir unterstützen aus der Ferne.

  1. 1
    Aufmaß & Bestandsaufnahme – Maße, Material, Höhe und Zugänglichkeit erfassen wir per Foto oder Maßskizze.
  2. 2
    Systemwahl & Statik – Schiene oder Seil, je nach Holmprofil, Tragfähigkeit und Nutzung.
  3. 3
    Fertigung & Montage – Fertigung in 15–25 Werktagen, Lieferung inklusive Bohrplan; die Montage übernimmt Ihr Team, wir unterstützen aus der Ferne.
  4. 4
    Abnahme & Prüfbuch – Dokumentation für die jährliche Wiederholprüfung liegt bei.
Nachrüstung anfragen

Ausführungen & Materialien

Steigschutz-Konfiguration als Sonderbau nach Zeichnung

Jede Anlage wird projektbezogen konfiguriert: ein- oder mehrzügige Leiter, Schienen- oder Seilsystem, verzinkter Stahl, Aluminium oder Edelstahl V4A.

Einzügige weiß beschichtete Steigleiter mit Rückenschutz an einer Fassade mit Fallrohr

Beispielkonfiguration

So sieht eine typische Ausführung aus unserer Fertigung aus:

Einzügige Steigleiter mit Steigschutz (Seilsystem)
AusführungEinzügig, wandstehend
Steighöhe4,76 m
MaterialStahl feuerverzinkt (HDG)
SteigschutzSeilsystem DIN EN 353-1 mit Höhensicherungsgerät
NormDIN 18799-1/-3 · DIN EN ISO 14122-4 · DIN EN 353-1
DokumenteDoC · Werkstoffzeugnis · Prüfbericht
Lieferzeit15–25 Werktage

Weitere Ausführungen: einzügig · mehrzügig · mit Fallschutzschiene · Maßanfertigung

Nachweise statt Versprechen

Steigschutz für Steigleitern – alles aus einer Hand

Wir liefern nicht nur die Leiter mit Steigschutz, sondern die komplette Beweiskette: Konformitätserklärung für jede Lieferung, Prüfbericht zur Abnahme und Prüfbuch für die jährliche Wiederholprüfung – damit Ihre nächste Prüfung reibungslos über die Bühne geht.

  • DoC pro Auftrag

    Konformitätserklärung ohne Aufpreis je Lieferung

  • Prüfbericht zur Abnahme

    Dokumentiert als Grundlage für die mindestens jährliche Wiederholprüfung

  • Prüfbuch für Betrieb & Service

    Termine und Protokolle für Schiene, Gleitwagen und Seilspannung – zu den Prüffristen

Mehrzügige Steigleitern mit Rückenschutz und Zwischenpodesten an einem Industriegebäude
Steigleiter mit Rückenschutz im oberen Bereich an einer verkleideten Wand
Gestanzte Holme und Rundrohr-Sprossen für Steigleiter in der Vorfertigung
Zwei parallele Steigleitern an einer Wand, eine mit Rückenschutz

Referenzen aus Hochbau, Maschinenbau und Industrie – mit Steigschutz-Nachrüstung, wenn gewünscht.

Angebot in 24 h

Steigschutz-Angebot anfordern

Ob Neubau mit Schiene oder Seil oder Nachrüstung einer Bestandsanlage: Nennen Sie uns die ungefähre Höhe – unser Planungsteam antwortet mit Werkpreis und Konfigurationsvorschlag.

Weitere Angaben – optional

Antwort in 24 h · Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich zur Angebotserstellung (DSGVO). Details: Datenschutzerklärung

Häufige Fragen zum Steigschutz

Fragen zu Pflicht, Systemen & Nachrüstung

Ab wann ist eine Steigschutzeinrichtung vorgeschrieben?
Oberhalb einer Steighöhe von 10 m ist nach DGUV Information 208-032 eine aufstiegsbegleitende Steigschutzeinrichtung erforderlich – als Schiene oder Seil nach DIN EN 353-1. Unterhalb von 10 m genügt in der Regel ein Rückenschutz – die genaue Bewertung erfolgt in Ihrer Gefährdungsbeurteilung.
Was ist der Unterschied zwischen Fallschutzschiene und Seilsystem?
Beide Systeme sichern den Aufstieg nach DIN EN 353-1. Die starre Fallschutzschiene führt einen Gleitwagen mit Bremse – dauerhaft wartungsfreundlich und robust. Das flexible Seilsystem arbeitet mit einem Höhensicherungsgerät an einem gespannten Edelstahlseil – leichter nachrüstbar und materialsparender.
Kann Steigschutz auf bestehenden Steigleitern nachgerüstet werden?
Ja. Wir rüsten Bestands-Steigleitern jeder Marke mit Fallschutzschiene oder Seilsystem nach – inklusive Aufmaß, statischer Beurteilung der Holme und Abnahme-Dokumentation. Produktion in 15–25 Werktagen, DoC und Prüfbericht inklusive.
Wie oft muss das Steigschutzsystem geprüft werden?
Gleitwagen, Höhensicherungsgerät, Anschlagpunkte und Seilspannung müssen mindestens jährlich durch eine befähigte Person geprüft werden. Wir liefern das Prüfbuch für Ihre wiederkehrende Prüfung gleich mit.
Bis zu welcher Höhe konfiguriert ihr Steigschutz?
Projektbezogen planen wir Steigschutz als Sonderbau nach Zeichnung – ein- oder mehrzügig mit Ruhepodesten und Umlenkungen. Oberhalb von 10 m ist die Einrichtung nach DGUV Information 208-032 ohnehin erforderlich. Die Auslegung dokumentieren wir nach DIN EN 353-1 und DIN EN ISO 14122-4.
Was bedeutet DIN EN 353-1 für meine Leiter?
Die Norm beschreibt geführte Steigschutzeinrichtungen mit fester Führung – Schiene oder Seil – und mitlaufendem Auffanggerät am Körper des Nutzers. Beide Bauarten, die wir anbieten, fallen unter sie. Sie legt Aufbau, Prüfung und Kennzeichnung fest; die Einbaupflicht ergibt sich aus DGUV 208-032 bzw. DIN EN ISO 14122-4.
Welche Daten braucht ihr für den Steigschutz-Vorschlag?
Nennen Sie Steighöhe, Holmprofil (bei Bestandsanlagen), Nutzungshäufigkeit und Umgebung. Fotos oder eine Skizze der Leiter genügen für die erste Bewertung. Unser Planungsteam empfiehlt Schiene oder Seil, erläutert Anschlagpunkte und liefert Festpreis und Konfigurationsvorschlag innerhalb von 24 Stunden – die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.
Was geschieht bei einer Beschädigung des Systems?
Beschädigte Gleitwagen, Seile oder Anschlagpunkte ersetzen wir einzeln als Ersatzteile – passend zu Ihrem bestehenden System, auch nach Jahren. Nach dem Austausch dokumentiert die befähigte Person die Funktionsprüfung im Prüfbuch. Melden Sie Schäden zeitnah; bis zur Instandsetzung ist der Aufstieg zu sperren.

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